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L-Theanin mit Koffein: Nachgewiesener Nutzen vs. Internet-Hype

Oft wurde gesagt, dass es im Leben nur zwei Gewissheiten gebe: den Tod und die Steuern. Aber eigentlich kann auch Kaffee auf die Liste gesetzt werden, können wir uns doch jeden Morgen auf den Schub verlassen, den uns das Koffein gibt.

Kaffee ist für unzählige Menschen das Erste, woran sie morgens denken – auf allen Erdteilen und über kulturelle Unterschiede hinweg. Er weckt uns nicht nur auf, sondern bringt nachmittags Freunde zusammen, ist eine beliebte Aktivität für das erste Date und ein guter Vorwand, um bei der Arbeit vom Schreibtisch aufzustehen und eine Pause zu machen.

Doch Vorsicht ist geboten: Kaffee stimuliert sehr stark und kann das Nervensystem strapazieren. Gegen Aufgewühltheit und Nervosität, die durch zu viel Koffein entstehen können, gibt es zwei einfache Lösungen. Die erste besteht darin, den Kaffeegenuss zu reduzieren, und die zweite L-Theanin gleicht die Gehirnchemie aus, ohne dem Koffein seine positive Wirkung zu nehmen. Dieser Artikel zeigt, wie das geht.

Fast jeder trinkt gern Kaffee, aber was am Morgen mit erst mal nur einer Tasse beginnt, kann zu einer schädlichen Abhängigkeit werden. Eine Tasse kann leicht zu zwei, drei oder sogar vier Tassen führen, um die positive Wirkung über den Tag hinweg aufrechtzuerhalten.

Die durch Koffein hervorgerufene Aufmunterung entsteht durch seine Wirkung auf die Adenosinrezeptoren. Diesen Rezeptoren kommt eine Rolle dabei zu, Körper und Geist zu entspannen, wenn man müde ist. Von dieser Wirkung geht das Signal aus, dass man schlafen gehen sollte oder Ruhe und Erholung braucht.

In diesem System wirkt Koffein als ein Antagonist, der die Adenosinrezeptoren hemmt und damit unwirksam macht.[1] Die Nachricht, dass man müde ist und sich ausruhen muss, bleibt also aus.

Das kann kurzfristig sehr nützlich sein, um bestimmte Aufgaben erledigen zu können, aber zerrt langfristig an den Nerven und fördert Überreizung. Solche Nervosität ist oft ein Warnzeichen dafür, dass das Nervensystem unausgeglichen ist.

Das bedeutet nicht, dass wir auf Koffein vollständig verzichten müssen. Es bringt noch andere Vorteile mit sich: eine erhöhte Aufmerksamkeitsspanne, ein verbessertes verbales Gedächtnis, eine bessere aerobe Trainingsleistung und einen beschleunigten Stoffwechsel.[2] [3] [4]

Ein ausgewogener Ansatz kann es sein, unseren Koffeinkonsum zu mäßigen und eine ausgleichende Komponente wie L-Theanin (eine psychoaktive Substanz, die in grünem und schwarzem Tee enthalten ist) einzuführen. Mann kann sich auch das Koffein ganz abgewöhnen und L-Theanin allein verwenden.

 

Die Vorteile von L-Theanin für Körper und Geist

L-Theanin ist der wichtigste neurochemische Bestandteil des Tees, der in Asien nicht zuletzt wegen seiner gesundheitlichen Vorteile schon seit Tausenden von Jahren konsumiert wird.

Die Aminosäure L-Theanin wirkt, indem sie die Konzentration von GABA (γ-Aminobuttersäure), einem wichtigen chemischen Botenstoff, der Informationen über die Synapsen im Gehirn sendet, erhöht.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass zu den positiven Wirkungen von L-Theanin eine mögliche Lern- und Gedächtnisverbesserung, eine bessere Bewältigung von Stress und die Linderung von Depressionssymptomen gehört.[5][6][7]

Einige Menschen entscheiden sich dafür, das Koffein ganz aufzugeben und zu L-Theanin überzugehen, weil es zugleich sicher und anregend ist und dazu noch antioxidative Eigenschaften besitzt.

Mit dem Kaffee aufzuhören – so ist die Erfahrung vieler, die es versucht haben ­– ist oft leichter gesagt als getan. Ein Problem dabei ist, dass man sehr süchtig nach Kaffee werden kann und dass Tee einfach nicht den gleichen Koffein-Kick bietet, auf den so viele angewiesen sind.

 

Vorteile der Kombination von L-Theanin und Koffein

Da Koffein durchaus vorteilhaft wirken kann, ist auch die Kombination mit L-Theanin in den letzten Jahren beliebter geworden.

Online gibt es einerseits zahlreiche Erfahrungsberichte über die Vorteile dieser synergetischen Mischung, aber es gibt tatsächlich auch wissenschaftliche Studien, in denen die beiden Substanzen in Kombination getestet wurden.

Eine der Studien zeigte, dass diese Kombination für die Neuorientierung des Fokus beim Wechsel von Aufgaben von Vorteil ist.[8] Das kann zum Beispiel nützlich sein, wenn man am Computer arbeitet und dann etwa einen Anruf eines Vorgesetzten annehmen muss. Im Idealfall sollte man dann in der Lage sein, den Fokus sofort zu wechseln und die ganze Aufmerksamkeit auf die neue Aufgabe zu lenken – und die Kombination von L-Theanin und Koffein hat sich in dieser Hinsicht als hilfreich für die Studienteilnehmer erwiesen.

Eine andere Studie zeigte, dass L-Theanin und Koffein zusammen die kognitive Leistung und die Aufmerksamkeit verbesserten und die Tendenz der Studienteilnehmer verringerten, sich ablenken zu lassen.[9]

Da L-Theanin mit der Reduzierung von Ängstlichkeit und Stress in Verbindung gebracht wird, kann es dabei helfen, die Wachsamkeit zu erhalten, indem es der mit übermäßigem Koffeinkonsum verbundenen Nervosität entgegensteuert.[10]

Wenn Sie es ausprobieren wollen, so empfehlen wir ein Verhältnis von L-Theanin zu Koffein von 2:1. Unser L-Theanin-Pulver wird leicht absorbiert und kann für eine maximale Wirkung mit Ihrem Kaffee eingenommen werden.

Diejenigen, die Koffein ganz durch unser gut absorbierbares L-Theanin in Pulverform ersetzen wollen, können mit 200 mg pro Tag, aufgeteilt auf 2 Dosierungen, beginnen.

 

L-Theanin und Koffein: Nur ein Internet-Hype?

Die Wirkung des L-Theanins im Tee wird schon seit tausenden von Jahren geschätzt, es geht hier also nicht um einen Hype. Seine positiven Wirkungen wurden durch viele unterschiedliche Kulturen tradiert und werden jetzt durch wissenschaftliche Studien unterstützt.

Dagegen sind die Kenntnisse über die kombinierte Wirkung von L-Theanin und Koffein recht neu. Die oben erwähnten Studien zeigen klare Vorteile auf, doch letztlich können nur die eigene Erfahrung und Ausprobieren die optimale Dosierung bestimmen.

Außerdem möchten wir Folgendes betonen: Kaffee hat im Durchschnitt bis zu viermal mehr Koffein pro Tasse als Tee.[11] Wenn jemand übermäßig viel Kaffee trinkt, ist es wahrscheinlich am besten, die Menge zu reduzieren, denn auch noch so viel L-Theanin kann die negativen Auswirkungen einer Überdosierung von Koffein nicht vollständig kompensieren.

Nimmt man jedoch in etwa eine durchschnittliche Menge an Koffein zu sich, dann kann eine Einnahme von L-Theanin nachweislich große Vorteile für die geistige Leistungsfähigkeit bei der Arbeit oder in der Schule bringen.

Es bleibt zugleich wichtig, sich die nötigen Ruhezeiten zu gönnen. Das Gehirn muss sich wie der Körper regenerieren können. Und wie bei körperlichen Anstrengungen bringt eine gezielte Ernährung und Ergänzung der Nahrung erhebliche Leistungsvorteile. L-Theanin ist hier eine ausgezeichnete Möglichkeit, die geistige Leistungsfähigkeit zu steigern – und zwar in Kombination mit Kaffee oder auch ohne.

Quellenangaben:

  1. Caffeine & Adenosine Receptors: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fncel.2019.00124/full
  2. Caffeine & Increased Attention/Verbal Memory: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20521321
  3. Caffeine & Increased Exercise Performance: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20737165
  4. Caffeine & Increased Metabolic Rate: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2333832
  5. L-theanine & Improved Learning/Memory: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17182482
  6. L-theanine & Stress Management: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26797633
  7. L-theanine & Reduced Depression: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27396868
  8. L-theanine/Caffeine & Task Switching: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20079786
  9. L-theanine/Caffine & Improved Cognitive Performance and Alertness: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21040626
  10. L-theanine and Anti-Stress Effects: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26797633
  11. Caffeine content of Coffee vs. Tea: https://www.mayoclinic.org/healthy-lifestyle/nutrition-and-healthy-eating/in-depth/caffeine/art-20049372

 

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